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Meine ersten 100 Stunden im neuen Job – ein erstes Fazit

Dienstag, 14. September 2010

Andere brauchen für ihr erstes Fazit 100 Tage. Ich gebe Euch bereits nach 100 Stunden ein Update. Ich bin eben von der ganz schnellen Sorte:-) Hier nun also meine Tops und Flops der letzten Woche.

In erster Linie war meine erste Woche geprägt von Speed-Dating. So habe ich die ersten vier Tage nahezu komplett damit verbracht, jeden einzelnen Mitarbeiter bei Young Internet persönlich in einem 20-minütigen Gespräch kennen zu lernen. Vom Abteilungsleiter bis zum Azubi. Jeden! Das war superspannend und aus meiner Sicht der beste Start in den neuen Job. Denn jetzt kenne ich alle Namen, alle Funktionen, alle Abteilungen, weiß was die Mitarbeiter toll finden und was sie stört. Habe in sehr kurzer Zeit ein sehr gutes Gefühl für das Unternehmen bekommen und freue mich nun noch mehr auf die Herausforderungen, die vor uns liegen.

Ein weiteres Top der Woche war definitiv, dass ich nicht wirklich wusste, was für eine tolle Stadt Berlin ist (und ich stehe wahrscheinlich immer noch ganz am Anfang dieser Erkenntnis). Ich komme dort morgens so gerne an, gehe dort abends so gerne Essen, liebe das weltoffene und großstädtische Lebensgefühl und freue mich, dass ich durch meine Pendelei best-of-both-worlds bekomme. Das heimische, vertraute, maritime Flair von Hamburg und die aufregende, pulsierende und internationale Atmosphäre von Berlin.

Was war noch toll?

Durchschlafen!

Ich kann Euch das Glücksgefühl nicht beschreiben, das man empfindet, wenn man nach 4 Monaten praktisch erstmalig wieder acht Stunden am Stück schlafen kann. Die Woche in Berlin war wie Urlaub! Wirklich! Zu wissen, dass John & Henry in Hamburg bei meinem Mann in besten Händen sind und ich einfach ins Bett fallen kann, ohne die 4-Uhr-morgens-Flasche zu fürchten, war wirklich paradiesisch. Ich bin so einfach glücklich zu machen…

Positiv überrascht war ich durch die Tatsache, dass mir die Zugfahrerei so gut wie gar nichts ausmacht. Ich finde es eigentlich ganz entspannend 1,5 Stunden im Zug zu sitzen, zu arbeiten, Zeitung zu lesen, zur Ruhe zu kommen und mir Gedanken über die Eindrücke des Tages zu machen. Das ist irgendwie echte Quality-time für mich. Might sound strange, ist aber so.

Natürlich gab es auch Flops.

Hauptflop ist, dass unsere Kinderfrau diese Woche komplett ausfällt und wir somit gleich mal zu Beginn meines neuen Jobs den Ernstfall proben. In diesen Momenten sind Schwiegereltern und Eltern einfach der absolute Fels in der Brandung.

Ein weiterer Flop war der Totalausfall meiner technischen Infrastruktur. Ich habe es in nur einer Woche geschafft, dass zwei Laptops und ein Telefon ihren Geist aufgegeben haben. Dass das bei mir panikartige Zustände auslöst, habe ich glaube ich schon mal durchblicken lassen. Gott sei Dank war die Woche durch das Offline-Speed-Dating gut gefüllt, so dass sich die Entzugserscheinungen in Grenzen hielten.

Alles in allem eine sehr schöne Woche.

In erster Linie auch deshalb, weil ich wieder mal gemerkt habe, dass ich erst mit Kindern und Job wirklich glücklich bin.